Der Buchhalter von Auschwitz

Oskar Gröning hat in Auschwitz nur Devisen gezählt. Ab und zu mal hat er an der Rampe Dienst getan aber an Morden war er nicht unmittelbar beteiligt. Deshalb konnte er nach dem Krieg lange Jahre nicht angeklagt werden, nur unmittelbar Tatbeteiligte wurden nach der geltenden Rechtssprechung angeklagt. Ein Schlag ins Gesicht für Holocaustüberlebende..., die vielen Handlanger des Todes, die die Morde in Auschwitz erst möglich gemacht hatten blieben unbehelligt. Erst in den letzten Jahren mit der Verurteilung des Wachmannes Demjanjuk wurden auch Zubringerdienste bestraft. So konnte Oskar Gröning 70 Jahre nach den Taten verurteilt werden. Oskar Gröning wurde verurteilt obwohl er seit Jahren gegen Holocaustleugner auftrat und bezeugte, was er in Auschwitz gesehen hatte. Jedoch sprach er sich selber frei von Schuld weil er nicht selbst gemordet hat. Dieser Auffassung ist das Gericht nicht gefolgt. Ohne die vielen Grönings wären die Morde in Auschwitz nicht möglich gewesen....

 

 

Engelmann, Reiner, Der Buchhalter von Auschwitz, cbj Verlag 2018, 16,- Euro

Der Buchhalter von Auschwitz

Oskar Gröning hat in Auschwitz nur Devisen gezählt. Ab und zu mal hat er an der Rampe Dienst getan aber an Morden war er nicht unmittelbar beteiligt. Deshalb konnte er nach dem Krieg lange Jahre nicht angeklagt werden, nur unmittelbar Tatbeteiligte wurden nach der geltenden Rechtssprechung angeklagt. Ein Schlag ins Gesicht für Holocaustüberlebende..., die vielen Handlanger des Todes, die die Morde in Auschwitz erst möglich gemacht hatten blieben unbehelligt. Erst in den letzten Jahren mit der Verurteilung des Wachmannes Demjanjuk wurden auch Zubringerdienste bestraft. So konnte Oskar Gröning 70 Jahre nach den Taten verurteilt werden. Oskar Gröning wurde verurteilt obwohl er seit Jahren gegen Holocaustleugner auftrat und bezeugte, was er in Auschwitz gesehen hatte. Jedoch sprach er sich selber frei von Schuld weil er nicht selbst gemordet hat. Dieser Auffassung ist das Gericht nicht gefolgt. Ohne die vielen Grönings wären die Morde in Auschwitz nicht möglich gewesen....

 

 

 

Engelmann, Reiner, Der Buchhalter von Auschwitz, cbj Verlag 2018, 16,- Euro

Sommer unter schwarzen Flügeln

Der siebzehnjährige Calvin ist ein strammer Neonazi. Er hasst Ausländer, insbesondere die Flüchtlinge in dem städtischen Asylantenheim. In seiner Politgruppe gilt er als der nächste Anführer. Da lernt er Nuri kennen, das Mädchen aus Syrien. Er ist zunehmend verunsichert, vor allem als Nuri beginnt ihre Geschichte vom syrischen Bürgerkrieg zu erzählen. Wie kann er dieses Mädchen lieben und Ausländer hassen? Calvin wird zum Aussteiger und beginnt eine heimliche Beziehung zu Nuri. Man weiß nicht was zuerst beginnt, Calvins Ausstieg oder die Beziehung zu Nuri. Doch seine ehemaligen „Freunde“ dürfen nichts von Nuri wissen. Calvin hält die Situation bald nicht mehr aus und erzählt seinen Freunden, dass er aussteigen will. Das bringt ihn, zusammengeschlagen ins Krankenhaus. Nach seiner E>ntlassung versteckt er sich bei Nuri im Asylantenheim. Doch die Situation spitzt sich zu und die beiden müssen fliehen. Doch dann hören sie von einem Anschlag auf das Asylantenheim und fahren zurück um zu helfen. Was dann passiert ist so dramatisch, dass einem die Tränen kommen, soll aber hier nicht verraten werden. Am Ende ist Calvin allein, ihm steht eine Zukunft im Zeugenschutz bevor.

Das Buch ist toll, könnte gut als Präventionsmaterial in Schulen genutzt werden. Vielleicht geschieht das auch schon, ich würde es mir wünschen....

 

 

 

Martin, Peer, Sommer unter schwarzen Flügeln, Oetinger 2018, 19,99 Euro

Wegbereiterinnen Das Buch

Das Buch zum Kalender stellt alle 192 Frauen der vergangenen Jahrzehnte vor und ist damit ein bedeutendes Nachschlagewerk. Ein Globus voller Frauen so sieht der Einband des Buches jedenfalls aus. Käthe Kollwitz, Zabel Yesayan, Augusta Savage, hinter jedem dieser Namen verbirgt sich eine spannende Lebensgeschichte. Von Käthe Kollwitz hat sicher jede schon einmal gehört, die anderen Namen jedoch sind vergessen und werden durch den Kalender neu mit Leben gefüllt. Ein wichtiges Buch !

 

Hg. Notz, Gisela, Wegbereiterinnen, AG Spak 2018

Wegbereiterinnen 2019

Wieder ist es den Kalendermacher_innen der Wegbereiterinnen gelungen 12 bemerkenswerte Frauen aus der Geschichte zu finden und in einem Kalender zu versammeln. Wir erfahren im Geschichtsunterricht wenig von diesen Frauen, sie werden totgeschwiegen. Im Januar geht es um Else Jaffé – von Richthofen. Als eine der ersten weiblichen Studierenden schloss sie ein Studium der Ökonomie ab. In Heidelberg hat sie studiert und eine Dissertation über die Arbeitsschutzgesetze bei Max Weber geschrieben. Sie hatte Kontakte zu Größen der Frauenbewegung wie Alice Salomon und Helene Simon.

1902 schloß sie eine Vernunftehe mit dem Politiker Edgar Jaffé und bekam mit ihm drei Kinder. Sie starb 1973 in hohem Alter in einem Heidelberger Altersheim.Im April wird Clara Lemlich porträtiert. Clara Lemlich hat sich gegen die unzumutbaren Bedingungen der Textilarbeiterinnen in den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts aufgelehnt. Sie hat ihr Leben der Gewerkschaftsarbeit gewidmet und sich auch für das Frauenwahlrecht engagiert.Im August wird über Goldy Parin Matthèy berichtet. 1937 ging sie nach Spanien um im Bürgerkrieg zu kämpfen, sie arbeitete dort als Röntgenassistentin. Im April 1939 kam sie nach Zürich wo sie viele Jahre ein Labor für Blutuntersuchungen leitete. Später begann sie eine Psychoanalytische Ausbildung. 1952 eröffnete sie eine Gemeinschaftspraxis mit Fritz Morgenthaler. Sie begab sich zu Studienzwecken nach Westafrika. Die Praxis bestand bis 1990, 1997 starb sie in Zürich.

So ist jede porträtierte Frau im Kalender des Lesens wert. Auch Fotos der Frauen haben die Kalendermacher_innen aufgetrieben. Mit 15,- Euro ist der Kalender recht preiwert und jeden Cent wert.....

 

 

Wegbereiterinnen/ Kalender 2019, AG Spak 2019, 15,- Euro