Sommer unter schwarzen Flügeln

Der siebzehnjährige Calvin ist ein strammer Neonazi. Er hasst Ausländer, insbesondere die Flüchtlinge in dem städtischen Asylantenheim. In seiner Politgruppe gilt er als der nächste Anführer. Da lernt er Nuri kennen, das Mädchen aus Syrien. Er ist zunehmend verunsichert, vor allem als Nuri beginnt ihre Geschichte vom syrischen Bürgerkrieg zu erzählen. Wie kann er dieses Mädchen lieben und Ausländer hassen? Calvin wird zum Aussteiger und beginnt eine heimliche Beziehung zu Nuri. Man weiß nicht was zuerst beginnt, Calvins Ausstieg oder die Beziehung zu Nuri. Doch seine ehemaligen „Freunde“ dürfen nichts von Nuri wissen. Calvin hält die Situation bald nicht mehr aus und erzählt seinen Freunden, dass er aussteigen will. Das bringt ihn, zusammengeschlagen ins Krankenhaus. Nach seiner E>ntlassung versteckt er sich bei Nuri im Asylantenheim. Doch die Situation spitzt sich zu und die beiden müssen fliehen. Doch dann hören sie von einem Anschlag auf das Asylantenheim und fahren zurück um zu helfen. Was dann passiert ist so dramatisch, dass einem die Tränen kommen, soll aber hier nicht verraten werden. Am Ende ist Calvin allein, ihm steht eine Zukunft im Zeugenschutz bevor.

Das Buch ist toll, könnte gut als Präventionsmaterial in Schulen genutzt werden. Vielleicht geschieht das auch schon, ich würde es mir wünschen....

 

 

 

Martin, Peer, Sommer unter schwarzen Flügeln, Oetinger 2018, 19,99 Euro