Harry Potter und die Widersprüche der Kulturindustrie

Der vorliegende Band untersucht die Frage, ob die Harry Potter Bände emanzipatorischen Charakter haben. Fraglos enthalten die Bände antirassistische Elemente und würden auch einer emanzipatorischen Behindertenbewegung gut zu Gesicht stehen. Allerdings sind sie nicht antikapitalistisch, werfen die Zauberer doch mit Gold nur so um sich. Harry Potter ist das mißhandelte Kind dessen Existenz durch das Unrecht das ihm widerfährt veredelt wird. Auch Widersacher fehlen nicht. Voldemort im Großen, der Mitschüler Draco Malfoy im Kleinen verkörpern das Böse. Und der Lehrer Snape, der das Böse zu verkörpern scheint ist am Ende der Retter und Namenspate für Harrys Sohn. Alles in allem überwiegt das Positive in diesen Büchern, die Generationen von Kindern das Lesen nahegebracht haben.

 

 

Babenhauserheide, Melanie, Transcript Verlag 2018, 491 Seiten, 39,99 Euro

Rat der Neun

Cyra Noavek gehört zum kriegerischen Volk der Shotet. Sie hat eine todbringende Gabe. Jeder der sie anfasst leidet unerträgliche Schmerzen bis hin zum Tod. Cyra ist die Schwesterdes Regenten Ryzek und dieser benutzt ihre Gabe skrupellos um Gefangene zu foltern oder gar zu töten. Akos ist ein Gefangener der Shotet und seine Gabe besteht darin, dass er Cyra unbeschadet anfassen kann. Was anfangs eine Zwangsgemeinschaft ist wird allmählich Liebe. Und im Umkreis dieser Liebe wächst die Rebellion gegen Ryzek. Außerdem will Akos seinen Bruder Eijeh befreien, der die Gabe des Orakels besitzt und ebenfalls von Ryzek benutzt wird. Und schließlich ist es soweit. Cyra und Akos erhalten die Gelegenheit Ryzek gefangen zu nehmen und Eijeh zu befreien. Wie wird dieser Kampf ausgehen, gibt es ein Happy End für die Rebellen. Dieser Roman ist spannend bis zur letzten Seite.

 

 

 

Roth, Veronica, Rat der Neun, Cbt Verlag 2018, 595 Seiten, 19,99 Euro

Zehntausend Kilometer

Karla Lehwalder hat unerwünschten Besuch in ihrem Taxi gekrönt von einem Schußwechsel. In der Zeit danach reiht sich eine Bedrohung an die Nächste. Und eine geflüchtete Eritreerin, Semret, kommt ins Spiel. Schließlich wird ihre Liebste, Britta, absichtlich angefahren und lebensgefährlich verletzt. Die Polizei ist keine Hilfe, ein korrupter Bulle kommt selbst mit einem Mordanschlag auf Karla davon. Am Ende bleibt der Bulle im Dienst und tut so, als hätte er Karlas Leben retten wollen. Das einzig Gute, Karla und Semret ziehen zusammen und die Ärztin aus Eritrea wird nicht abgeschoben. Ob das organisierte Verbrechen Karla und Semret in Ruhe lässt bleibt offen und dennoch ist das Ende nicht unbefriedigend, weil es so realistisch ist.

 

 

Klug, Ria, Zehntausend Kilometer, Quer Verlag 2018, 215 Seiten, 12,90 Euro

Die Bibliothek der besonderen Kinder

Die besonderen Kinder sind auf sich allein gestellt. Ihre Anführerin und Beschützerin, die Ymbrine Miss Peregrine wird von den Wights gefangen gehalten. Die Kinder suchen sie. Nach vielen Abenteuern unterstützt unter anderem von dem Fährmann Sharon, gelangen sie nach Devils Acre in das Haus von Mr. Bentham. Dort gibt es Tore in alle möglichen Welten, unter anderem auch zur Festung der Wights. Dort eingedrungen gelingt es ihnen ihre besonderen Freunde und die Ymbrinen zu befreien. Doch dann entpuppt sich Mr. Bentham nicht nur als Bruder Miss Peregrines, sondern auch als Feind. Noch einige Kämpfe sind nötig bis zur endgültigen Befreiung. Und dann heißt es für Jacob Portman Abschied zu nehmen von Emma und den besonderen Kindern und zu seinen Eltern zurückzukehren. Doch es ist kein Abschied für immer und das Ende des Buches stimmt hoffnungsfroh...

 

 

 

Riggs, Ransom, Die Bibliothek der besonderen Kinder, Knaur 2018, 14,99 Euro

Alpenfrauen

Kackenschotter, April Pallas hat auf ihre übliche Art ermittelt und ist mit einer zu befragenden ins Bett gestiegen. Ihrer liebsten Meisterdiebin Lou gefällt das gar nicht und sie trennt sich von April. Zur Erklärung: In einem Alpenverein sind vier Frauen verunfallt und April wird beauftragt herauszufinden, ob es sich wirklich um Unfälle handelte. Zu diesem Zweck schleicht sie sich als Journalistin getarnt in den Alpenverein ein und quartiert sich bei Rösli ein. So ganz nebenbei kann sie Rösli zu ihrer grossen Liebe verhelfen und es dient auch noch den Ermittlungen. Sie kommt dahinter, dass der Selbstmord der gelähmten Melissa das Motiv für die Morde liefert. Und Fabian Tritten, das Skiass und sein Manager Leo Gertsch geraten in den Fokus der Ermittlungen. Bevor April den Fall den Behörden übergeben kann gerät sie noch in Lebensgefahr doch dann werden die Täter verhaftet. Und am Ende des Romans steht die Frage, ob April und Lou sich versöhnen....

 

 

Schenk, Daniela, Alpenfrauen, Ulrike Helmer Verlag 2018, 15,- Euro