Nachlese

Gerhard Schoenberner war ein glühender Antifaschist. Besonders die Kontinuität der alten Eliten bis in die Bundesrepublik beschäftigte ihn. Er benötigte Jahrzehnte, die Gedenkstätte im Haus der Wannseekonferenz durchzusetzen. Detailliert schildert er die Geiselerschießung des Paul B. In seinen Abhandlungen über den deutschen Film stellt er anschaulich dar, wie die Obrigkeitshörigkeit sich von der Weimarer Republik bis in die Nachkriegszeit fortsetzt. Der DDR Film kommt hier deutlich besser weg. Ob er hier zu unkritisch ist überlasse ich der Beurteilung der Leser_in. Amüsant und lehrreich zugleich ist der Abschnitt mit biographischen Aufsätzen.

 

Schoenberner, Gerhard, Nachlese, Argument Verlag 2017, 29,- Euro